Ostern 2024 in Callantsoog – eine Woche Meer, Räder und vertraute Wege

Manche Urlaube müssen nicht neu erfunden werden. Es gibt Orte, an die fährt man nicht, weil man dort noch möglichst viel entdecken muss, sondern weil man weiß, dass es einem dort gut geht. Callantsoog ist für uns so ein Ort. Ostern 2024 zog es uns wieder an die niederländische Nordsee – in unser Stammferienhaus in De Blenck, mit eigenen Fahrrädern, Strandplänen, Hunger auf gutes Essen und dem Wunsch nach einer entspannten Woche am Meer.

Wenn wir mit dem Auto in den Urlaub fahren, nehmen wir meistens unsere eigenen Räder mit. Gerade in Callantsoog lohnt sich das für uns sehr. Man ist schnell am Strand, schnell im Ort und kann je nach Wetter und Laune einfach losfahren, ohne erst irgendwo etwas leihen zu müssen. Die Fahrräder gehören dort fast genauso zum Urlaub wie Strand, Eis und gutes Essen.

Untergebracht waren wir – wie so oft – in De Blenck, in unserem vertrauten Ferienhaus. Das ist für uns inzwischen kein anonymer Urlaubsort mehr. Man kommt an und muss sich nicht erst lange orientieren. Auspacken, ankommen, Fahrräder bereitmachen, die erste Nordseeluft einatmen – und schon ist man wieder da.

Ostern an der Nordsee ist natürlich kein Hochsommerurlaub. Das erwartet man dort auch nicht. Das Wetter war schön, aber passend zur Jahreszeit. Gut genug für Radfahren, Strand, Spaziergänge und draußen sein, mit dieser frischen Luft, die zu Callantsoog einfach dazugehört. Genau diese Mischung mögen wir: nicht zu heiß, nicht zu voll geplant, sondern einfach ein paar Tage am Meer.

Am Ostersonntag durfte natürlich das Eiersuchen am Ferienhaus nicht fehlen. Gerade weil wir in Callantsoog so vertraut untergebracht sind, passt das wunderbar. Kein großes Programm, kein Aufwand, sondern Ostern ganz entspannt im Ferienhaus – und danach raus an die Luft.

Später machten wir eine Radtour Richtung Norden bis nach Huisduinen. Die Gegend um Fort Kijkduin und den Leuchtturm kennen wir inzwischen schon gut, deshalb war das an diesem Tag kein bewusstes Besichtigungsziel mehr, sondern eher vertraute Nordsee-Kulisse. Unser eigentlicher Stopp war Storm aan Zee, direkt an der Küste. Dort kehrten wir ein und machten eine gemütliche Pause: Tee, Kakao und für mich ein Bier. Genau solche Stopps gehören für uns zu diesen Nordsee-Radtouren dazu. Man fährt ein Stück, hat Wind und Meer um sich herum, setzt sich irgendwo hin, schaut nach draußen und fährt danach entspannt wieder zurück.

Der Ostermontag gehörte dann wieder ganz Callantsoog. Strand, Zeit draußen und schöne Fotos. Gerade solche Tage sind für mich dort besonders wertvoll, weil man nicht viel planen muss. Man geht an den Strand, nimmt die Kamera mit und wartet auf die richtigen Momente. Abends saßen wir direkt am Meer, schauten den Sonnenuntergang an und hatten eine schöne Flasche Rotwein dabei. Viel mehr braucht es manchmal gar nicht.

Das ist für uns Callantsoog: Meer, Ruhe, Licht, Kamera, ein Glas Wein – und sonst eigentlich nichts, was noch fehlen würde.

Am Dienstag machten wir einen kleinen Ausflug zum Vlindertuin, also ins Schmetterlingshaus. Für Lina ist dieser Ort immer etwas Besonderes. Sie liebt es dort und könnte gefühlt stundenlang sitzen und einfach warten, dass ein Schmetterling auf ihr landet. Gerade diese Ruhe passt zu dem Ort. Man kann dort nicht viel erzwingen. Man schaut, wartet, freut sich über kleine Momente und merkt irgendwann, dass genau das eigentlich der Reiz daran ist.

Anschließend spielten wir noch eine Runde Minigolf. Das war lustig, aber natürlich nicht ganz ohne sportlichen Ehrgeiz. Immerhin bin ich der Minigolfmeister der Familie – und Retter von Catan. Letzteres gehört inzwischen auch zu vielen unserer Urlaube: Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, haben wir meistens unsere Laptops dabei. Abends im Ferienhaus sitzen wir dann gern zusammen und spielen Siedler von Catan. Draußen Nordseeluft, Strand und kleine Ausflüge, drinnen gemütlich spielen und den Tag ausklingen lassen. Auch das ist Urlaub für uns.

Der Mittwoch war wieder so ein Tag, wie wir ihn in Callantsoog mögen: Strand, Ort, Eis und gutes Essen. Wir waren am Strand, holten uns später ein Eis bei IJsie Prima am Marktplatz und gingen im Pannekoekenhuis essen. Das klingt vielleicht unspektakulär, ist aber genau der Grund, warum wir immer wieder dort landen. Man braucht nicht viel Programm, wenn Strand, Ort und Essen so gut zusammenpassen.

Einige Besuche gehören in Callantsoog für uns inzwischen fast automatisch dazu: ein Eis bei IJsie Prima, Essen im Pannekoekenhuis, Dorpzicht und natürlich die Strandpavillons. Am häufigsten landen wir wahrscheinlich im Woest. Das ist nichts, was man groß planen muss. Irgendwann ist man einfach dort, weil es zu Callantsoog dazugehört.

Am Donnerstag machten wir einen Ausflug nach Bergen aan Zee. Dort besuchten wir das Zee Aquarium, das bei uns gedanklich eher als kleines Meeresmuseum hängen geblieben ist. Museen schauen wir uns grundsätzlich gern an, und so passte auch dieses Ziel gut in die Woche. Es war kein riesiger Tagesausflug, sondern eher ein schönes Ziel für einen halben Tag: hinfahren, anschauen, etwas über Meerestiere und die Unterwasserwelt mitnehmen und danach wieder zurück nach Callantsoog.

Gerade solche kleineren Ausflüge fügen sich gut in einen Nordseeurlaub ein. Sie bestimmen nicht den ganzen Tag, bringen aber Abwechslung. Man sieht etwas anderes, bleibt trotzdem in der Nähe und ist am Nachmittag oder Abend wieder dort, wo man eigentlich sein möchte: am Meer oder im Ferienhaus.

Die Abende in De Blenck waren ruhig. Genau so wollten wir es auch. Manchmal geht es noch einmal in den Ort oder an den Strand, manchmal bleibt man einfach im Ferienhaus. Eine Runde Catan, etwas lesen, Bilder anschauen, vielleicht schon Fotos sortieren – und draußen wird es langsam dunkel. Das ist keine spektakuläre Urlaubserzählung, aber gerade diese ruhigen Abende machen solche Wochen rund.

Am letzten Abend in Callantsoog gehen wir meistens noch einmal schön essen. Oft ist das dann das Dorpzicht. Das gehört für uns inzwischen fast zum Ritual: eine Woche Nordsee, Strand, Radfahren, kleine Ausflüge, Eis, Pannekoekenhuis, Strandpavillons – und zum Abschluss noch einmal gut essen gehen. Danach fühlt sich der Urlaub rund an.

Die Rückfahrt war entspannt, jedenfalls bis zu dem vertrauten Moment, an dem man wieder in Deutschland unterwegs ist und sich an schlechtere Straßen, Baustellen und unruhigeren Verkehr erinnert fühlt. Das ist seit Jahren irgendwie immer gleich und fällt nach ein paar Tagen Niederlande besonders auf. Aber am Ende war das nur der Heimweg.

Was blieb, war die Woche in Callantsoog: Eiersuchen am Ferienhaus, Radfahren nach Huisduinen, Tee, Kakao und Bier bei Storm aan Zee, der Sonnenuntergang mit Rotwein direkt am Meer, Lina im Schmetterlingshaus, Minigolf mit sportlichem Ehrgeiz, Strandtage, Eis am Marktplatz, Essen im Pannekoekenhuis und im Dorpzicht, kleine Ausflüge und ruhige Abende im Ferienhaus.

Callantsoog ist für uns kein Ort, der jedes Mal neu überraschen muss. Es reicht völlig, dass er zuverlässig das bietet, weshalb wir immer wieder hinfahren: Meer, entspannte Tage, vertraute Wege und das Gefühl, für eine Woche genau richtig zu sein.

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