Hamburg im November 2023 – ein Wochenende für Harry Potter

Hamburg bei NAxcht

Anfang November machten wir uns auf den Weg nach Hamburg. Dieses Mal ging es nicht einfach nur darum, ein Wochenende in der Stadt zu verbringen oder möglichst viele Sehenswürdigkeiten mitzunehmen. Der eigentliche Grund für die Reise war Lina. Sie hatte das Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ geschenkt bekommen, und da sie großer Harry-Potter-Fan war – und es bis heute ist – war schnell klar: Dafür fahren wir nach Hamburg.

Am Freitag ging es am frühen Nachmittag los. Die Fahrt war unspektakulär, aber Hamburg ist von uns aus eben auch nicht mal eben um die Ecke. Am späten Nachmittag kamen wir an und bezogen unser Zimmer im Motel One Hamburg-Alster. Das Hotel lag für unsere Zwecke sehr praktisch, vor allem mit der U-Bahn in der Nähe. Wir hatten für die drei Tage eine Hamburg Card, was sich vor allem für den öffentlichen Nahverkehr als sehr angenehm erwies. Viel einfacher kann man sich in einer Großstadt kaum bewegen: rein in die Bahn, ein paar Stationen fahren, wieder raus, fertig.

Nach dem Einchecken zog es uns am Freitagabend noch einmal in die Stadt. Wir fuhren mit der U-Bahn Richtung Innenstadt und gingen im Ristorante Opera essen. Das war ein schöner Start in das Wochenende. Kein schnelles Essen irgendwo im Vorbeigehen, sondern ein richtig gutes italienisches Abendessen in einem tollen Restaurant. Genau so darf ein Kurztrip beginnen: erst ankommen, dann gut essen, und danach nicht mehr viel müssen.

Nach dem Essen ging es wahrscheinlich ziemlich direkt zurück ins Hotel. Hamburg zeigte sich im November natürlich nicht von seiner sonnigsten Seite, aber es gab durchaus trockene Phasen. Es war eben November in Hamburg: mal grau, mal nass, zwischendurch aber auch wieder so, dass man unterwegs sein konnte, ohne direkt komplett durchzuweichen.

Das Motel One Hamburg-Alster war für dieses Wochenende ein guter Ausgangspunkt. Das Frühstück war gut, die Wege mit der Bahn waren unkompliziert, und vom Zimmer aus hatte ich einen wirklich schönen Blick Richtung Hafen. Gerade dieser Blick wurde für mich zu einem der kleinen Höhepunkte der Reise. Tagsüber konnte man Hamburg von oben sehen, abends und nachts kamen dann die Lichter dazu. Da ich ohnehin fast immer viele Fotos mache, war das natürlich genau mein Ding. Einige dieser Bilder werden sicher auch ihren Platz im Artikel finden, denn manchmal sind es gar nicht die großen Sehenswürdigkeiten, sondern genau solche Ausblicke, die später besonders hängen bleiben.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen von Harry Potter. Silvia und Lina machten sich mit dem öffentlichen Nahverkehr auf den Weg zum Theaterstück. Aufgeführt wurde „Harry Potter und das verwunschene Kind“ im Theater am Großmarkt. Das ist nicht einfach nur ein Theatersaal, sondern eine Location, die für dieses Stück stark auf Harry Potter ausgerichtet ist. Schon drumherum gab es Restaurants, Bars, Shops und viele Motive, die direkt in diese Zauberwelt passten. Für Lina war das natürlich perfekt.

Besonders schön war die kleine Pointe mit der Sitzreihe: 9 ¾. Mehr Harry Potter geht eigentlich kaum. Wer die Bücher und Filme kennt, weiß sofort, warum das so gut passt. Für Lina und Silvia war der Abend richtig toll, und genau darum waren wir ja überhaupt nach Hamburg gefahren.

Ich selbst war nicht mit im Theater. Während die beiden also in die Welt von Harry Potter eintauchten, blieb ich im Hotel. In der Lobby-Bar schaute ich mir das Spiel BVB gegen Bayern an. Als BVB-Fan ist man ja leider einiges gewohnt, aber dieser Abend war auf meiner Seite der Reise eher weniger magisch. Dortmund verlor 0:4, und Harry Kane traf gleich dreimal. Während Lina und Silvia also einen zauberhaften Abend hatten, saß ich im Hotel und schaute mir an, wie der BVB von Bayern zerlegt wurde. Auch das gehört wohl zu so einem Wochenende dazu. Man kann eben nicht überall Hogwarts haben.

Trotzdem hatte auch mein Abend seine guten Seiten. Ich musste nicht mehr raus, konnte im Hotel bleiben und hatte später wieder diesen schönen Blick aus dem Zimmer Richtung Hafen. Hamburg bei Nacht, mit Lichtern, Straßen, Häusern und dem Gefühl einer großen Stadt, funktioniert auch dann, wenn man selbst gar nicht mehr unterwegs ist.

Am Sonntag wollten wir vor der Rückfahrt wenigstens noch etwas von Hamburg sehen. Da das Wetter nicht gerade zu langen Spaziergängen einlud, entschieden wir uns für eine Hop-on-Hop-off-Stadtrundfahrt. Im Grunde war das genau richtig für diesen Vormittag: einmal bequem durch Hamburg fahren, die bekannten Ecken sehen, Landungsbrücken, Speicherstadt, Hafen, Innenstadt und alles, was zu so einer Standardrunde dazugehört. Ausgestiegen sind wir, soweit ich mich erinnere, nicht. Es regnete, und da war es im Bus deutlich angenehmer.

So wurde die Stadtrundfahrt eher ein gemütlicher Abschluss als ein großes Sightseeing-Programm. Wir haben Hamburg an diesem Wochenende nicht „abgearbeitet“. Es war kein Trip, bei dem wir jeden Punkt auf einer Liste abhaken wollten. Es war ein kurzes, entspanntes Wochenende rund um ein besonderes Geschenk für Lina. Genau deshalb passte diese Runde am Sonntag auch so gut: noch einmal Hamburg sehen, ohne sich durch den Regen zu kämpfen, und danach zurück zum Hotel und Richtung Heimat.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen geplanten Zwischenstopp im Hilbecker Hof in Hilbeck. Den kannten wir schon, und wenn man weiß, dass man irgendwo lecker essen kann, dann plant man so einen Stopp auch gerne ein. Nach Hamburg, Harry Potter, Hotelblick, BVB-Frust und Stadtrundfahrt war das ein schöner Abschluss, bevor es wieder nach Hause ging.

Am Ende war dieses Wochenende gar nicht besonders vollgepackt, und genau das machte es angenehm. Wir waren in Hamburg, weil Lina das Harry-Potter-Theaterstück sehen sollte. Dazu kamen ein gutes italienisches Abendessen im Ristorante Opera, ein praktisches Hotel mit gutem Frühstück, die Hamburg Card für den ÖPNV, schöne Fotos aus dem Hotelzimmer, eine Stadtrundfahrt im Regen und ein leckerer Abschluss auf dem Heimweg.

Manchmal braucht ein Kurztrip gar nicht mehr. Ein klarer Anlass, ein paar schöne Nebenmomente und am Ende das Gefühl, dass es sich gelohnt hat. Für Lina war Hamburg an diesem Wochenende vor allem Harry Potter. Für mich war es zusätzlich ein Wochenende mit Kamera, Hafenblick und einem BVB-Spiel, das man als Fan besser schnell unter „Erfahrung“ abspeichert.

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